Wir brachen in der Früh mit unseren Autos und Zweirädern Richtung Wurzen auf. Nach einem stärkenden Mittagessen im Waldhof kurz vor Wurzen hatten wir noch etwas Zeit und Sven, unser Oldtimerfreund und gebürtiger Wurzener, konnte uns noch einiges zur Stadt Wurzen erzählen und zeigen.

Im Zündmagneten Wurzen angekommen, wurden wir von Matthias Hühn und seiner Familie in Empfang genommen. Matthias Hühn erzählte uns, was es mit dem Industriebau, welches die Fahrzeugsammlung beheimatet, auf sich hat und welche Verbindung es zum Gebäude des Horch Museums in Zwickau gibt.

Vortrag von Herrn Matthias Hühn
Familie Hühn hat sich den Fahrzeugen der sächsischen Auto Union (Audi, DKW, Horch, Wanderer) und deren Vorläufern verschrieben und sammelt und restauriert in Wurzen seit Beginn der 1970iger Jahre Oldtimer.

Im „Zündmagneten Wurzen“ sind ihre, von Prof. Kirchberg zertifizierten, wissenschaftlichen Sammlungen zum Thema Auto Union, umfangreiche Informationen und zeitgeschichtliche Zeugnisse zur sachsenanhaltinischen Kraftstofferzeugung in Leuna, aber auch zu anderen interessanten Fahrzeugen, welche in und um Sachsen im Zeitraum des Bestehens der Auto Union und deren Vorläufer gefertigt wurden, beheimatet und zu sehen.

Zusätzlich gibt es technisch interessante Exponate zur Leipziger automatischen Musikinstrumentenindustrie der damaligen Zeit.


In seinem Vortrag erklärte uns Matthias Hühn auch die Verbindung dieser beiden Industrien in dieser spannenden und damals sehr innovativen Zeit. Er spannte den Bogen von den Anfängen des Fahrzeugbaus in Europa zur Jahrhundertwende des vorigen Jahrhunderts bis in die heutige Zeit. Danach konnten wir uns der umfangreichen Ausstellung zu den einzelnen Themen widmen.


Den ältesten noch fahrbereiten Horch aus dem Jahr 1911, den Übergang vom DKW Motorrad zum DKW Automobil (Fahrgestell des ersten DKW Frontantriebswagen F1 1931), einen Wanderer Rennwagen auf Basis eines „Puppchen“, das erste Wurzener Automobil – das Polymobil – von 1904 und noch vieles andere mehr konnten wir bestaunen.
Da Sven nicht nur bei den „Oldtimerfreunden Steina“ aktiv ist, sondern auch den „Freunden des Zündmagneten“ vorsteht, konnten wir auch unter die ein oder andere Motorhaube schauen oder das Interieur genauer unter die Lupe nehmen.

Horch von 1911
Da Sven nicht nur bei den „Oldtimerfreunden Steina“ aktiv ist, sondern auch den „Freunden des Zündmagneten“ vorsteht, konnten wir auch unter die ein oder andere Motorhaube schauen oder das Interieur genauer unter die Lupe nehmen.

Blick unter die Motorhaube
Gleichzeitig waren die Markranstädter Oldtimerfreunde angereist und hatten im Gepäck einen ihrer MAF’s von 1908. Darin konnte unser jüngster Oldtimerfreund gleich eine Platzrunde auf dem Notsitz drehen.


Um alle Fahrzeuge im „Zündmagnet Wurzen“ anschauen zu können, reichte unsere Zeit leider nicht, und wir waren uns einig: wir werden wieder kommen und wurden dazu auch recht herzlich eingeladen.
Vielen Dank an Familie Hühn und in zweiter Generation an Familie Fischer


